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HINTERGRUNDBEITRAG

Gold im Portfolio: Welche Rolle das Edelmetall in Ihrer Vermögensstruktur spielen kann

11. August 2026
3 Minuten
Vermögen erhalten und optimieren
Vermögende Privatperson

Welche Rolle kann Gold in einem größeren, breit aufgestellten Vermögen spielen? Entscheidend ist weniger eine pauschale Goldquote als das Zusammenspiel mit Immobilien, Beteiligungen, Wertpapieren und Liquidität. Erfahren Sie, wann Gold zur Diversifikation beitragen kann und welche Anlageform zu Ihrer individuellen Vermögensstruktur passen kann.

Portrait von Alexander Hopff

Alexander Hopff

Leiter Dienstleistungen & Beratungsprozesse

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Ihr Vermögen besteht möglicherweise aus verschiedenen Bausteinen: Wertpapieren, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Versicherungen oder Liquidität. Diese Anlagen können sich ergänzen, aber auch einseitige Abhängigkeiten und Klumpenrisiken erzeugen. Gold kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Auch deshalb rückt Gold bei vielen Anlegerinnen und Anlegern wieder stärker in den Fokus. Doch gerade bei größeren Vermögen ist nicht eine pauschale Goldquote entscheidend. Wichtiger ist die Frage: Welche Funktion soll Gold in Ihrer individuellen Vermögensstruktur übernehmen – und welchen konkreten Beitrag kann es leisten?

Interessant für Sie, wenn...

  • Sie wissen wollen, welche Rolle Gold in Ihrem Gesamtvermögen spielen kann.
  • Sie die Unterschiede zwischen physischem Gold und börsengehandelten Goldanlagen verstehen möchten.
  • Sie Abhängigkeiten, Liquiditätsbedarf und Risikotragfähigkeit Ihrer Anlagen neu bewerten wollen.

Die individuelle Vermögensstruktur ist entscheidend

Die Frage „Wie viel Gold sollte ich besitzen?“ greift zu kurz. Denn eine Goldanlage kann je nach Vermögenssituation ganz unterschiedliche Auswirkungen haben. Entscheidend ist das Zusammenspiel aller Vermögensbausteine.

Ist ein großer Teil Ihres Vermögens in Immobilien gebunden, sind Sie möglicherweise stärker von der Entwicklung des Immobilienmarktes abhängig. Als Unternehmerin oder Unternehmer tragen Sie unter Umständen bereits ein erhebliches Risiko durch Ihre Beteiligung am eigenen Unternehmen. Ein Wertpapierdepot mit hohem Aktienanteil reagiert wiederum besonders auf konjunkturelle Entwicklungen und die Stimmung an den Kapitalmärkten.

Gold wird von anderen Faktoren beeinflusst als viele klassische Anlageklassen. Deshalb kann es dazu beitragen, einseitige Abhängigkeiten im Gesamtvermögen zu verringern. Ob und in welchem Umfang das sinnvoll ist, hängt jedoch von Ihrer bestehenden Vermögensstruktur, Ihren Zielen und Ihrem Liquiditätsbedarf ab.

„Entscheidend ist nicht die einzelne Anlageklasse, sondern das Zusammenspiel aller Bausteine im Portfolio. Gold kann eine sinnvolle Ergänzung sein – seine Rolle hängt jedoch immer von den individuellen Zielen, dem Anlagehorizont und der bestehenden Vermögensstruktur ab.“

Portrait von Alexander Hopff

Alexander Hopff

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Diversifikation beginnt bei den Risikotreibern

Ein Vermögen ist nicht automatisch gut diversifiziert, nur weil es auf viele verschiedene Anlagen verteilt ist. Denn mehrere Anlageklassen können denselben Risiken unterliegen. Beispielsweise können Aktien, Unternehmensbeteiligungen und bestimmte Fonds stark von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängen.

Gold wird unter anderem durch die weltweite Nachfrage, Realzinsen, Wechselkurse, geopolitische Entwicklungen und die Erwartungen der Marktteilnehmer beeinflusst. Diese anderen Risikotreiber können Gold zu einem Diversifikationsbaustein machen. Fällt beispielsweise eine andere Anlageklasse, steigt Gold jedoch nicht automatisch. Auch der Goldpreis kann schwanken und über längere Zeit hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Deshalb sollten Sie Gold eine klare Aufgabe in Ihrer Vermögensstruktur zuweisen. Soll es vor allem zur Risikostreuung beitragen? Möchten Sie einen Sachwert halten oder Ihre Abhängigkeit von bestimmten Währungen und Emittenten verringern? Je genauer Sie die Funktion definieren, desto besser können Sie beurteilen, ob Gold für Ihre Ziele geeignet ist.

Sachwert ohne laufende Erträge

Gold wird häufig als „sicherer Hafen“ bezeichnet. Dabei sollten Sie jedoch berücksichtigen: Anders als Anleihen erwirtschaftet Gold keine festen Zinszahlungen. Anders als Immobilien generiert es keine Mieteinnahmen, und anders als Unternehmensbeteiligungen zahlt es keine laufenden Gewinne aus. Ein Ertrag entsteht grundsätzlich nur dann, wenn der Goldpreis steigt.

Gold kann somit ein Sachwert- und Diversifikationsbaustein sein. Je nach Anlageform fallen jedoch Kosten an, ohne dass laufende Erträge gegenüberstehen. Beim physischen Erwerb können beispielsweise Aufwendungen für Lagerung und Versicherung entstehen. Auch beim Kauf und Verkauf sind mögliche Preisunterschiede zu berücksichtigen.

Der Goldpreis hängt von Angebot und Nachfrage sowie von wirtschaftlichen und politischen Faktoren ab. Wertschwankungen sind daher jederzeit möglich. Für Sie ist deshalb weniger entscheidend, ob Gold pauschal als „sicher“ gilt. Wichtiger ist, welchen Beitrag es zum Chancen-Risiko-Profil Ihres gesamten Vermögens leisten kann und ob Sie mögliche Schwankungen aushalten können.

Die Anlageform sollte zu ihrer Funktion passen

Grundsätzlich können Sie Gold physisch oder über börsengehandelte Goldanlagen, sogenannte ETCs, erwerben. Welche Variante zu Ihnen passt, hängt von Ihren Zielen, Ihren Präferenzen und Ihrer Vermögensorganisation ab.

„Wer Gold als Bestandteil seiner Vermögensstruktur nutzen möchte, findet heute neben Münzen und Barren auch moderne Zugangswege über das Wertpapierdepot“, sagt Alexander Hopff. „Welche Lösung geeignet ist, hängt dabei immer von den individuellen Anforderungen und Präferenzen der Anlegerin oder des Anlegers ab.“

Mit dem DepotGold ETC der Boerse Stuttgart Commodities steht Anlegerinnen und Anlegern eine Lösung zur Verfügung, die einen einfachen, transparenten und bequemen Zugang zur Assetklasse Gold ermöglicht.

Vermögensplanung statt isolierter Produktentscheidung

Bevor Sie sich für eine Goldanlage entscheiden, können Ihnen folgende Fragen Orientierung geben:

 

  • Welche Anlageklassen gehören bereits zu Ihrem Vermögen?
  • Wo bestehen Klumpenrisiken oder einseitige Abhängigkeiten?
  • Wie viel Ihres Vermögens ist kurzfristig verfügbar?
  • Für welchen Zeitraum können Sie auf das investierte Geld verzichten?
  • Welche Wertschwankungen sind für Sie akzeptabel?
  • Welche konkrete Aufgabe soll Gold übernehmen?
  • Möchten Sie Gold physisch besitzen oder über Ihr Depot abbilden?
  • Welche Kosten, Risiken und steuerlichen Rahmenbedingungen sind mit der jeweiligen Anlageform verbunden?

Ihre Vermögensstruktur und Ihre Ziele können sich im Laufe der Zeit verändern. Sie erwerben oder verkaufen möglicherweise Immobilien, verändern Ihre Unternehmensbeteiligungen oder benötigen künftig mehr Liquidität. Auch familiäre Veränderungen, eine Nachfolgeplanung oder der Übergang in den Ruhestand können die Gewichtung einzelner Anlageklassen beeinflussen.

Bei größeren Vermögen ist zudem das Verhältnis von gebundenem und verfügbarem Vermögen wichtig. Illiquide Werte wie Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen stellen andere Anforderungen an die liquide Vermögensanlage als ein weitgehend frei verfügbares Vermögen. Eine Goldanlage sollte deshalb regelmäßig im Zusammenhang mit Ihrer gesamten Vermögens- und Lebenssituation überprüft werden.

Lassen Sie sich persönlich beraten

Sie möchten prüfen, welche Rolle Gold in Ihrer Vermögensstruktur übernehmen kann? Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch bei Ihrer Sparkasse. Ihre Beraterin oder Ihr Berater Private Banking analysiert gemeinsam mit Ihnen Ihre Ziele, Ihre bestehenden Vermögensbausteine und Ihre Risikotragfähigkeit. So können Sie fundiert entscheiden, ob Gold zu Ihnen passt und welche Anlageform für Ihre Situation infrage kommt.

ETCs sind rechtlich keine unmittelbare Form des Goldbesitzes, sondern Inhaberschuldverschreibungen. Damit können unter anderem ein Emittentenrisiko (bei der Zahlungsunfähigkeit der Emittentin sind Verluste bis hin zum Totalverlust möglich) und produktspezifische Risiken verbunden sein. Viele Gold-ETCs sind physisch mit Gold hinterlegt. Dennoch sollten Sie vor einer Entscheidung die jeweiligen Produktdetails, die Form der Besicherung, die Kosten und die Bedingungen genau prüfen.

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Die Billigung des Wertpapierprospekts durch die zuständige Behörde ist nicht als Befürwortung des hier angebotenen Finanzinstruments zu verstehen. Der maßgebliche Wertpapierprospekt kann auf der Produktdetailseite unter https://www.deka.de/zertifikate/zertifikatsprofil?isin=DE000EWG1DG9 unter dem Reiter „Publikationen“ aufgerufen werden.

Sämtliche Wertpapierinformationen sind ebenfalls bei der Boerse Stuttgart Commodities GmbH, in Ihrer Sparkasse oder bei der DekaBank Deutsche Girozentrale (www.deka.de), 60625 Frankfurt, kostenlos erhältlich.

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