INTERVIEW
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir bei unseren Kapitalmarktanlagen mehr Mut beweisen sollten
Tages- und Festgeld gehören nach wie vor zu den beliebtesten Anlageformen in Deutschland. Sabrina Siptroth, Regionalleiterin Vertrieb Private Banking Nord/Ost, erläutert im Interview die langfristigen Auswirkungen für die Vermögensanlage und mögliche Alternativen in der Vermögensstrukturierung.
Frau Siptroth, viele Anlegerinnen und Anleger - auch im Private Banking-Segment - halten einen großen Teil ihres Vermögens in Tages- oder Festgeld. Wie kann sich Vermögenserhalt heute realistisch erreichen lassen?
Tages- und Festgeld bieten Sicherheit und tägliche Verfügbarkeit. Doch Sicherheit allein garantiert nicht den Erhalt der Kaufkraft. Wenn die Rendite niedriger ist als die jeweilige Inflationsrate, entsteht real ein Wertverlust. Für den langfristigen Vermögenserhalt können daher Kapitalmarktstrategien mit breiter Streuung über verschiedene Anlageklassen und Regionen interessant sein. Daher ist es für uns in diesem Segment eine wichtige Aufgabe, darüber zu informieren, was es bedeuten könnte, die Chancen am Kapitalmarkt nicht zu nutzen.
Es besteht also Beratungsbedarf?
Ja, das ist ein wichtiges Thema. Es geht um die langfristige Perspektive der Anlegerinnen und Anleger sowie deren Risikotragfähigkeit. Darauf aufbauend um die individuell passgenaue Ausrichtung des liquiden Vermögens sowie die mit der Anlage verbundenen Chancen und Risiken. Insofern ist das Thema auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln wichtig: für die Altersvorsorge und den langfristigen Vermögenszuwachs sowie für regelmäßiges Investieren, beispielsweise über den PB StrategiePlan.
Welche Alternativen zu einer Wiederanlage in Tages- und Festgeld könnten in Betracht gezogen werden?
Es gibt gleich mehrere Möglichkeiten. Entscheidend ist es, je nach Risikoprofil der Anlegenden die individuell passende Lösung zu wählen. Das fängt an mit Renten-Laufzeitfonds, mit denen sich Anlegerinnen und Anleger ein bestimmtes Zinsniveau für eine planbare Laufzeit sichern können. Weitere potenziell renditestärkere Alternativen sind defensive Mischfonds sowie nicht zuletzt dividendenorientierte Aktienfonds. Dabei müssen Anlegerinnen und Anleger bei einem Investment auch immer die Risiken beachten, die mit diesen Lösungen verbunden sein könnten, etwa Schwankungen und Kursverluste. Ich bin eine Verfechterin der Nutzung der Chancen der Aktienmärkte. Aktien beziehungsweise aktiv verwaltete Mandate können auf lange Sicht Vermögen vermehren und können daher ein wichtiges Instrument für den Vermögenszuwachs sein. Wir bieten gemeinsam mit den Sparkassen und im Interesse der Kunden ein jeweils passendes Portfolio an. So kann beispielsweise eine Kombination aus Einmalanlage und regelmäßigem Investieren dabei helfen, das Vermögen zu strukturieren.
Wie wichtig sind Ausschüttungen für vermögende Anlegerinnen und -Anleger?
Die meisten Anlegerinnen und Anleger benötigen keine Ausschüttungen, aber für das Gefühl der Sicherheit kann es für den einen oder anderen hilfreich sein.
Wie optimistisch sind Sie, dass zunehmend mehr Anlegerinnen und Anleger hierzulande die Vorzüge des Kapitalmarkts erkennen und ihr Geld zumindest zu einem Teil vom Festgeld in die Kapitalmärkte umschichten?
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir bei unseren Kapitalmarktanlagen mehr Mut beweisen sollten. Es birgt aus meiner Sicht ein großes Enttäuschungspotenzial, wenn Anlegerinnen und Anleger weiterhin in Festgeld anlegen und sich vermeintlich in Sicherheit wiegen. Am Ende kann jedoch aufgrund von Inflation das Risiko eines realen Wertverlustes entstehen. Überschüssige Liquidität könnte daher in die Anlageklassen Anleihen und Aktien mit dem Ziel des Vermögenserhalts bzw. langfristigen Vermögenszuwachses investiert werden. Bei der individuell passgenauen Portfoliostruktur spielt die richtige Mischung – und somit die Diversifikation – eine wichtige Rolle.
Anlegerinnen und Anleger sollten beachten: Finanzanlagen sind mit Risiken verbunden und können zu Verlusten führen.
Hintergundbeitrag: "Alternativen zu Tages- und Festgeld – Liquidität weiterdenken"
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Diese Inhalte können eine individuelle Beratung des Empfängers (z. B. durch eine Bank oder einen Berater) nicht ersetzen. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen Basisinformationsblätter, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de, erhalten. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte in deutscher Sprache inklusive weiterer Informationen zu Instrumenten der kollektiven Rechtsdurchsetzung erhalten Sie auf www.deka.de/beschwerdemanagement Die Verwaltungsgesellschaft des Investmentfonds kann jederzeit beschließen, den Vertrieb einzustellen.
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