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ANALYSE

Militärintervention im Iran: Kapitalmärkte reagieren moderat

2. März 2026
3 Minuten
Vorsorgen und absichern
Vermögende Privatperson

Nach den großflächigen Luftangriffen der USA und Israels auf Ziele im Iran haben die iranischen Gegenangriffe bisher nicht zu den befürchteten Schäden an der Ölinfrastruktur der arabischen Ölproduzenten geführt. Während der Rohölpreis deutlich angezogen hat, bleiben die ersten Kapitalmarktreaktionen überschaubar.

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  • Sie die aktuellen militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten im Kapitalmarktkontext einordnen wollen.
  • es Sie interessiert, welche Szenarien in Bezug die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts möglich sind.
  • Sie die Auswirkungen im Rahmen Ihrer langfristige Anlagestrategie beurteilen möchten.

Öl mit Preissprung

Die deutlichste Reaktion an den Finanzmärkten zeigt der Ölmarkt. Der Preis für Rohöl hat sich in einer ersten Reaktion um rund 10 Prozent erhöht. Der aktuelle Anstieg signalisiert jedoch die Erwartung einer begrenzten, vorübergehenden Lieferunterbrechung, nicht jedoch von strukturellen oder längerfristigen Versorgungsengpässen. Diese wären erst zu erwarten, wenn es dem Iran gelänge, gezielt und systematisch die Ölinfrastruktur in der Region anzugreifen.

Entsprechend moderat fallen bislang die übrigen Marktreaktionen aus. Während Gold Zugewinne verzeichnet, zeigen klassische „sichere Häfen" wie Bundesanleihen und US-Treasuries keine nennenswerten Preisbewegungen. Auch an den Devisenmärkten bleiben die Ausschläge gering: Der US-Dollar gewinnt lediglich rund ein Prozent gegenüber anderen Währungen.

Die Aktienmärkte notieren mit Abschlägen von etwa 2 Prozent in Asien und Europa; in den USA liegen die Futures ebenfalls rund 2 Prozent im Minus. Die impliziten Volatilitäten steigen in nur moderatem Umfang an.

Bedrohung für den Ölmarkt eher begrenzt

In ihrem Hauptszenario geht die volkswirtschaftliche Abteilung der DekaBank mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent davon aus, dass die Angriffe höchstens wenige Wochen anhalten werden. Dem Iran wird es auch weiterhin nicht gelingen, Ölförder- oder exportanlagen in seinen Nachbarländern in größerem Umfang zu zerstören. Die Schifffahrt durch die strategisch wichtige „Straße von Hormus“ normalisiert sich innerhalb weniger Wochen, weil die USA in der Lage sein werden, die vom Iran ausgehende Gefahr für den Schiffsverkehr nachhaltig einzudämmen. Den USA gelingt in diesem Szenario zwar kein Regimewechsel, der dem Iran eine gemäßigte Regierung bringen würde, doch die militärischen Kapazitäten Irans werden massiv geschwächt.

Demgegenüber prognostiziert die Deka in ihrem Negativszenario eine länger anhaltende Bedrohung. Darin halten die Kämpfe der USA länger als drei Wochen an, um die iranische Führung zu umfassenden Zugeständnissen zu zwingen. Auch ein Angriff mit Bodentruppen wäre möglich, was die Kriegsperspektive auf Monate oder Jahre hin ausdehnen würde. Die iranische Führung lenkt dennoch nicht ein und die militärischen Fähigkeiten des Irans zeigen sich im Zeitverlauf wesentlich stärker als zu Beginn des Konflikts. Gleichzeitig schafft es der Iran, Ölförder- oder Exportanlagen in der Region systematisch auszuschalten und die Schifffahrt durch die „Straße von Hormus“ für längere Zeit zu unterbinden.

Militärintervention im Iran

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Kommentar: Nach den großflächigen Luftangriffen der USA und Israels auf Ziele im Iran haben die iranischen Gegenangriffe bisher nicht zu den befürchteten Schäden an der Ölinfrastruktur der arabischen Ölproduzenten geführt. Während der Rohölpreis deutlich angezogen hat, bleiben die ersten Kapitalmarktreaktionen überschaubar.

Fazit

Die Deka rechnet mit einem zeitlich und räumlich begrenzten Militärkonflikt, der weltwirtschaftlich kaum Auswirkungen mit sich bringt. Gegenwärtig gibt es wenig Anzeichen dafür, dass sich das Risikoszenario durchsetzen würde. Eine Anpassung von Anlagestrategien ist weder strategisch-längerfristig noch taktisch-kurzfristig angeraten. Allerdings ist die Risikoeinschätzung des Angriffs auf den Iran angesichts der Dimension des Militäreinsatzes und der generell fragilen Lage im Nahen Osten fortlaufend zu überprüfen.


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