HINTERGRUNDBEITRAG
Das Vermögen in die eigenen Hände nehmen
Immer mehr Frauen übernehmen Verantwortung für große Vermögen, durch Erbschaft, Unternehmensnachfolge oder eigene finanzielle Entscheidungen. Erfahren Sie, was dabei für eine langfristig tragfähige Vermögensstruktur wichtig wird.
Interessant für Sie, wenn ...
Sie ein größeres Vermögen besitzen, geerbt haben oder künftig übertragen bekommen.
Sie nach einem Unternehmensverkauf, einer Scheidung oder einem anderen persönlichen Wendepunkt Ihre Vermögensstruktur neu ordnen möchten.
Sie als Unternehmerin oder Mitglied einer Unternehmerfamilie Privat- und Unternehmensvermögen aufeinander abstimmen wollen.
Plötzlich liegt die Entscheidung bei Ihnen. Vielleicht haben Sie ein größeres Vermögen geerbt, Anteile an einem Familienunternehmen übernommen oder nach einem Unternehmensverkauf neue finanzielle Spielräume gewonnen. Vielleicht haben Sie finanzielle Entscheidungen bislang gemeinsam mit Ihrem Partner getroffen – und möchten Ihr Vermögen künftig stärker selbst gestalten.
Mit wachsender Vermögensverantwortung verändern sich auch die Fragen: Wie soll das Vermögen strukturiert sein? Welche Rolle spielen Liquidität, Vorsorge und Absicherung? Was soll langfristig erhalten, was an die nächste Generation weitergegeben werden? Gerade bei größeren Vermögen geht es dabei um weit mehr als die Auswahl einzelner Anlagen. Es geht darum, das eigene Vermögen als Ganzes zu verstehen und nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Frauen übernehmen mehr Verantwortung für große Vermögen
Große Vermögen befinden sich in Deutschland nach wie vor überwiegend in männlicher Hand. Eine Untersuchung von Oxfam und dem Netzwerk Steuergerechtigkeit aus dem Jahr 2025 zeigt dies besonders deutlich: Von 694,6 Milliarden Euro untersuchten deutschen Milliardenvermögens wurden 71 Prozent Männern und 29 Prozent Frauen zugerechnet.
Doch die Verhältnisse verändern sich. Frauen bauen selbst Vermögen auf, übernehmen Unternehmen und Unternehmensanteile und werden im Zuge des Generationenwechsels zu Erbinnen bedeutender Familienvermögen. McKinsey zufolge kontrollierten Frauen 2023 bereits rund 38 Prozent der europäischen Assets under Management. Bis 2030 könnte ihr Anteil auf rund 47 Prozent steigen.
Hinter diesen Zahlen steht mehr als eine Verschiebung von Vermögenswerten. Für viele Frauen geht damit erstmals oder verstärkt die Verantwortung einher, selbst über ein komplexes Vermögen und dessen langfristige Ausrichtung zu entscheiden.
Wer Verantwortung für ein größeres Vermögen übernimmt, sollte zunächst die eigenen Ziele in den Mittelpunkt stellen. Es geht nicht darum, einzelne Anlageentscheidungen zu treffen, sondern darum, eine Vorstellung davon zu entwickeln, was das Vermögen langfristig leisten und bewirken soll.
Birgit Elsinghorst
Leiterin Vertrieb Private Banking
Wenn sich die Perspektive auf das eigene Vermögen verändert
Häufig sind es einschneidende Ereignisse, die eine neue Auseinandersetzung mit dem eigenen Vermögen auslösen: eine Erbschaft oder Schenkung, ein Unternehmensverkauf, eine Scheidung oder der Eintritt in eine neue Lebensphase.
Bei größeren Vermögen greifen dabei viele Entscheidungen ineinander. Wie viel Liquidität soll verfügbar bleiben? Wie sollte das Anlagevermögen strukturiert werden? Welche Rolle spielen Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen? Wie lassen sich Vorsorge und Absicherung berücksichtigen? Und welche langfristigen Ziele sollen mit dem vermögen erreicht werden?
Je komplexer die Vermögensverhältnisse sind, desto weniger lassen sich diese Fragen unabhängig voneinander beantworten. Private Banking und Wealth Management beginnen deshalb nicht beim einzelnen Anlageprodukt, sondern bei der Struktur des gesamten Vermögens und den persönlichen Zielen seiner Eigentümerin.
Große Vermögen verlangen den Blick aufs Ganze
Wer selbst mehr Verantwortung für sein Vermögen übernimmt, sollte zunächst Klarheit über die eigene Ausgangslage gewinnen. Welche Vermögenswerte sind vorhanden? Welche Verpflichtungen bestehen? Welche regelmäßigen Einkünfte und Liquiditätsbedürfnisse gibt es? Welcher Teil des Vermögens soll langfristig erhalten oder weiterentwickelt werden?
Eine strukturierte Vermögensanalyse kann dabei helfen, unterschiedliche Vermögensbausteine zusammenzuführen. Dazu können Wertpapieranlagen ebenso gehören wie Immobilien, Beteiligungen, Vorsorgevermögen oder größere liquide Mittel. Auch steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen sowie eine spätere Vermögensübertragung können Teil der Gesamtbetrachtung sein und die Einbindung weiterer Spezialisten erfordern.
Birgit Elsinghorst führt aus: „Gerade bei größeren Vermögen greifen viele Entscheidungen ineinander. Wertpapieranlagen, Immobilien, Beteiligungen, Liquidität und Vorsorge sollten deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist, daraus eine Vermögensstruktur zu entwickeln, die zur persönlichen Situation und zu den eigenen langfristigen Zielen passt.“
Nicht „typisch weiblich“, sondern persönlich
Frauen sind keine einheitliche Anlegergruppe. Alter, Familienkonstellation, Herkunft des Vermögens, unternehmerischer Hintergrund, persönliche Erfahrungen und individuelle Ziele können die Anforderungen an die Vermögensstruktur sehr viel stärker prägen als das Geschlecht.
Entscheidend ist deshalb nicht die Frage, ob Frauen grundsätzlich anders investieren als Männer. Entscheidend ist, wer über ein Vermögen verfügt, welche Verantwortung damit verbunden ist und welche persönlichen Ziele daraus entstehen.
Ebenso persönlich ist die Frage, wie viel Zeit und Aufmerksamkeit eine Anlegerin künftig in die Gestaltung Ihres Vermögens investieren möchte. Manche wollen Anlageentscheidungen selbst treffen und sich dabei beraten lassen. Andere möchten Ziele und Leitlinien festlegen, die laufende Umsetzung aber Fachleuten übertragen. Auch das kann sich mit einer neuen Lebensphase ändern. Maßgeblich ist, dass die gewählte Form der Zusammenarbeit zur eigenen Situation und zum gewünschten Maß an Mitgestaltung passt.
Für vermögende Frauen kann das bedeuten, die eigene Rolle neu zu bestimmen: von der Beteiligung an finanziellen Entscheidungen hin zur eigenständigen Gestaltung des Vermögens.
Vier Fragen für den Blick auf das eigene Vermögen
- Welche Vermögensentscheidung möchte ich künftig selbst treffen und welche ganz bewusst nicht?
- Passt die heutige Struktur meines Vermögens noch zu meiner Lebenssituation und meinen langfristigen Zielen?
- Sind Liquidität, Kapitalanlage, Immobilien, Beteiligungen, Vorsorge und Absicherung sinnvoll aufeinander abgestimmt?
- Welche Veränderungen – etwa eine Erbschaft, Schenkung, ein Unternehmensverkauf oder eine neue Lebensphase – sollte meine Vermögensplanung berücksichtigen?
Je größer und vielschichtiger ein Vermögen ist, desto wichtiger wird der Blick auf das Ganze.
Ihre Vermögensplanung – gemeinsam mit Ihrer Sparkasse
Ob Sie erstmals selbst Verantwortung für ein größeres Vermögen übernehmen oder eine bestehende Vermögensstruktur neu ausrichten möchten: Ausgangspunkt sind Ihre persönliche Situation, Ihre Vorstellungen und Ihre langfristigen Ziele.
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei Ihrer Sparkasse. Gemeinsam mit den Spezialistinnen und Spezialisten von Deka Private Banking und Wealth Management kann Ihre Sparkasse Sie dabei unterstützen, Ihr Vermögen ganzheitlich zu betrachten und eine Vermögensstrategie zu entwickeln, die zu Ihnen und Ihren Zielen passt.
Expertinnen und Experten im Fokus
Alle PortraitsBirgit Elsinghorst
Birgit Elsinghorst ist Leiterin Vertrieb Private Banking.
Wichtige Hinweise und ergänzende Informationen für Webseitenbesucher
DekaBank Deutsche Girozentrale
Diese Inhalte können eine individuelle Beratung des Empfängers (z. B. durch eine Bank oder einen Berater) nicht ersetzen.
Bitte beachten Sie, dass die Informationen in diesem Artikel keine Rechts- und Steuerberatung darstellen. Setzen Sie sich hierzu mit Ihrem Rechts- und/oder Steuerberater in Verbindung.
Anlagelösungen, die Sie interessieren könnten
So individuell wie Ihr Vermögen.
Bestens beraten.
Inhalte, die Sie auch interessieren könnten
Themen, die Sie auch interessieren könnten
Erstklassig informiert, besser entscheiden.
Wir informieren Sie gerne regelmäßig über die Entwicklungen an Kapitalmärkten und diskutieren relevante Fragestellungen.
Folgen Sie uns auf LinkedIn
Verpassen Sie keine Neuigkeiten und folgen Sie unserem
Mehr Komfort.